“Fehler”
Fehler
Und ich weiß nicht mehr
was Vertrauen, was gerecht ist
doch ich will dir folgen,
auch wenn Feindeshände mich halten
unbestreitbare Niederlagen
andere dann mich selbst anklagen
aus Routine habe ich ihr alles vergeben
sag, war das Recht,
oder hast du mich nun gänzlich verworfen?
Liebesgedicht
Liebesgedicht
Und stünde ich nicht noch in
Reichweite deines Segenskreises,
Liebste,
denn du schüttetest vollen Segen aus,
wäre ich jäh gestrauchelt und gefallen,
wäre abhanden gekommen;
denn mit Blutgeld sind ihre Hände unrein
und Schuld fließt ihnen durch die Adern
wie dicker Schlamm vom Grunde des Styx.
Doch ich habe dein Licht,
und wenn ich fall, hast du mein Licht.
unter schuldigen
Unter schuldigen
Blitzartiger Liebesschwur
dann verdrängen und kämpfen
dann fluchen
dann Allschuld vertilgen wollen
dann angebrochene Verdammnis
dann umgekehrte Rührung
am Ende Schuldausgleich
- unter schuldigenn
Überbelichtet
Übersatte Farben und alles war überbelichtet,
war verliebt, nicht düster, nicht gedichtet
Mit dir kannte mein Gottvertrauen keine Schranken,
doch der plötzliche Bruch brachte selbst mich ins Wanken,
es gab Tage da führte ich nur noch den Tod in Gedanken
Bin jetzt wie Odysseus ein leidgeprüftes Mildgesicht
Du hast es nicht gelesen, mein Abschiedsgedicht
das macht nichts, ich schreib dir viele neue,
weil ich nach wie vor manches bereue